Webdesign Preise – Was kostet eine professionelle Webseite im Jahr 2023?

Wer im Internet nach Kosten für einen Webdesigner oder eine Webdesign Agentur recherchiert, findet ein breites Spektrum an verschiedenen Angeboten vor. Die Preisunterschiede sind teilweise enorm. Verständlich, dass man da als Laie oftmals überfragt ist. Doch was darf ein solides Webdesign nun eigentlich wirklich kosten?

Pauschale Preise für eine professionelle Website gibt es leider nicht

Wenn Du einen Webdesigner fragst, was eine Webseite kostet, ohne ihm Projektdetails zu nennen, ist es so, als würdest Du in ein Autohaus marschieren und fragen, was ein Auto kostet. Genau wie bei einem Auto hängen die Kosten einer Webseite von vielen verschiedenen Faktoren ab:

  • Wie umfangreich soll die Webseite werden und wer kümmert sich um die Inhaltserstellung?
  • Welche Funktionen sind gewünscht?
  • Welche Ansprüche stellst Du an das Design?
  • Wie wichtig ist Dir eine gute Auffindbarkeit bei Google?
  • Uvm.

Ein umfangreicher Onlineshop mit komplexen Funktionen ist demnach deutlich zeitaufwändiger und kostspieliger als eine Firmenwebseite mit fünf einfachen Inhaltsseiten ohne großen Funktionsumfang.

Bei der Suche nach einem Webdesigner wirst Du in der Regel also stets ein inviduelles Angebot anfordern müssen. Natürlich gibt es auch Webdesigner und Agenturen, die feste Webdesign-Pakete zu Pauschalpreisen anbieten. Solchen starren Paketen stehe ich allerdings äußerst skeptisch gegenüber, da kein Projekt dem anderen gleicht. Im Endeffekt zahlst Du für Leistungen, die Du vielleicht gar nicht benötigst, während für individuelle Anforderungen zusätzliche Kosten anfallen. Lass Dir also lieber von vornherein ein maßgeschneidertes Angebot erstellen, das Deinen Wünschen und Zielen wirklich gerecht wird.

Es macht in jedem Fall Sinn, Dir Angebote von mehreren Webdesignern und Agenturen einzuholen, damit Du die Preise und damit verknüpfte Leistungen vergleichen kannst.

Eine grobe Übersicht der Webdesign Kosten

Um Dich nicht ganz im Dunkeln zu lassen, gebe ich Dir dennoch gerne eine ungefähre Hausnummer, mit welchen Webdesign Kosten du je nach Kenntnisstand des Dienstleisters rechnen solltest:

Einfache Firmenwebseite mit 5-10 Inhaltsseiten, ohne besondere Funktionen, mit Design nach Vorlage

  • Student / Freelancer mit weniger als fünf Jahren Praxiserfahrung: 500 – 800€
  • Freelancer mit über fünf Jahren Praxiserfahrung und soliden Kenntnissen in Design, Usability, Programmierung und SEO: 1500 – 2500 €
  • Agentur: ab 2.000 €

Einfache Firmenwebseite mit 5-10 Inhaltsseiten, ohne besondere Funktionen, mit individuellem Design

  • Student / Freelancer mit weniger als fünf Jahren Praxiserfahrung: 1000 – 1500€
  • Freelancer mit über fünf Jahren Praxiserfahrung und soliden Kenntnissen in Design, Usability, Programmierung und SEO: 1500 – 4000 €
  • Agentur: 2.000 – 5.000 €

Mittelgroße Firmenwebseite mit 10-20 Inhaltsseiten, mit erweiterter Funktion, mit individuellem Design

  • Student / Freelancer mit weniger als fünf Jahren Praxiserfahrung: 1000 – 3000€
  • Freelancer mit über fünf Jahren Praxiserfahrung und soliden Kenntnissen in Design, Usability, Programmierung und SEO: 1500 – 5000 €
  • Agentur: 2.000 – 10.000 €

Große Firmenwebseite ab 20 Inhaltsseiten, mit erweiterten Funktionen, mit individuellem Design

  • Student / Freelancer mit weniger als fünf Jahren Praxiserfahrung: 1000 – 3000€
  • Freelancer mit über fünf Jahren Praxiserfahrung und soliden Kenntnissen in Design, Usability, Programmierung und SEO: 2500 – 7000 €
  • Agentur: 5.000 – 30.000 €

One Pager / Landingpage

  • Student / Freelancer mit weniger als fünf Jahren Praxiserfahrung: 500 – 800€
  • Freelancer mit über fünf Jahren Praxiserfahrung und soliden Kenntnissen in Design, Usability, Programmierung und SEO: 1.000 – 2.500 €
  • Agentur: 2.000 – 15.000 €

Onlineshop

  • Student / Freelancer mit weniger als fünf Jahren Praxiserfahrung: 1500 – 3000€
  • Freelancer mit über fünf Jahren Praxiserfahrung und soliden Kenntnissen in Design, Usability, Programmierung und SEO: 1.500 – 5000 €
  • Agentur: ab 3.000 € (je nach Shopsystem und Umfang meistens jedoch im fünfstelligen Bereich)

Finger weg von Billig-Websites: Warum gutes Webdesign keine 500 € kostet

Webdesigner ist keine geschützte Berufsbezeichnung, weswegen prinzipiell jeder damit Geld verdienen kann. Ein großer Vorteil ist auch, dass man von Zuhause aus arbeiten kann, was den Beruf für viele Menschen interessant macht. Deswegen tummeln sich leider viele selbsternannte Webdesigner im Internet, die mal „irgendwann“ eine Baukastenwebseite erstellt haben und sonst nicht viel von wirklich gutem Webdesign verstehen.

Vorsichtig solltest Du also bei Anbietern sein, die die komplette Homepage Erstellung für wenige hundert Euro anbieten. In der Regel handelt es sich hierbei um Baukastenseiten, die in wenigen Stunden leichtfertig zusammengeklickt werden. Von Individualität fehlt jede Spur und dass Du damit neue Kunden generieren wirst, wage ich ebenfalls stark zu bezweifeln.

Es passiert sogar oft, dass günstige Webdesigner eine Webseite gar nicht erst fertigstellen, weil ihnen an irgendeinem Punkt schlichtweg die Fachkenntnisse fehlen. Häufig muss dann ein anderer Entwickler hinzugezogen werden, was in unerwarteten Zusatzkosten mündet.

Ein einfaches Rechenbeispiel – wie viel Arbeit steckt eigentlich in einer guten Webseite?

Das nachfolgende Rechenbeispiel soll aufzeigen, warum du für 500 € keine professionelle Webseite erwarten kannst. Wir kalkulieren hier mit einem günstigen Stundensatz von 50 € (die meisten kompetenten Freelancer haben einen Stundenlohn ab 70 €). Du darfst nicht vergessen, dass Freelancer selbstständig sind und von diesem Stundenlohn netto nur noch etwa die  Hälfte übrig bleibt, wenn man noch die Kosten für Steuern, Rente und Krankenversicherung abzieht.

Bei der professionellen Erstellung einer Firmenwebseite mit etwa 10 Inhaltsseiten, solider Suchmaschinenoptimierung, guter Usability und individuellem Design ist von folgenden Zeitaufwänden auszugehen:

Planung / Konzeption

Eine sorgfältige Planung und Konzeption ist das Fundament jeder erfolgreichen Webseite. Hier geht es insbesondere um die Frage, was mit der Webseite erreicht werden soll und wer überhaupt die Zielgruppe ist. Welche Funktionen sollen enthalten sein und wie sollte die Seite am sinnvollsten strukturiert werden?

Zeitaufwand: ca. 8 h

Design

Bei der Entwicklung des Designs geht es nicht nur um die reine Ästhetik, sondern auch Themen wie Usability und intelligente Benutzerführung. In diesem Rechenbeispiel gehen wir davon aus, dass der Kunde bereits ein Corporate Design hat und wir uns nicht zusätzlich noch Gedanken um Farben und Typografie machen müssen. In der Praxis haben vor allem kleinere Unternehmen aber leider oftmals kein einheitliches Corporate Design, so dass häufig auch noch Zeit für die Suche nach passenden Farben und Schriften drauf geht.

Zeitaufwand: ca. 10 h

Inhalt

Der vom Kunden gelieferte Inhalt wird lektoriert und für die Webseite aufbereitet. Oftmals erfolgt noch eine Bildrecherche und Bildbearbeitung und/oder Grafiken wie zum Beispiel Icons müssen erstellt werden.

Zeitaufwand: ca. 10 h

Entwicklung

Die Entwicklung umfasst die gesamte technische Umsetzung des zuvor ausgearbeiteten Konzeptes. Nach der Einrichtung werden alle erforderlichen Funktionen integriert und das Design technisch umgesetzt. Hier erfolgt auch die Optimierung der Seite für mobile Endgeräte sowie die erste Vorbereitung der technischen Suchmaschinenoptimierung. Das Menü und alle erforderlichen Inhaltsseiten werden erstellt und nach und nach mit Content nach SEO-Kriterien erfüllt.

Zeitaufwand: ca. 25 h + SEO

Abstimmungsrunden

Nicht zu unterschätzen ist der zeitliche Aufwand, der mit Abstimmungsrunden einhergeht. Gehen wir für unser Rechenbeispiel mal von einem wöchentlichen Meeting aus, das eine Stunde dauert.

Zeitaufwand: ca. 4 h

Korrekturschleifen

Bei nahezu jedem Projekt entstehen während der Entwicklungsphase Änderungswünsche.

Zeitauwfand: ca. 5 h

Live-Schaltung

Nach letzten Korrekturen wird die Webseite live auf der gewünschten Domain veröffentlicht und noch einmal getestet. Manchmal erfolgt noch eine Schulung in das System.

Zeitaufwand: ca. 3 h

Das macht nun unterm Strich mindestens 65 Stunden Arbeitsaufwand!

Jetzt erinnern wir uns an den zuvor genannten Preis von 500 €. Um den Stundensatz auszurechnen teilen wir nun die 500 € durch die 65 Stunden Arbeitsaufwand und erhalten als Stundenlohn gerade einmal 8 €! Und wir erinnern uns auch daran, dass davon nach Abzug aller Steuern und Versicherungen gerade einmal die Hälfte netto übrig bleibt.

Spätestens hier sollte klar werden, dass man für so einen geringen Stundenlohn keine professionelle Arbeit erwarten kann. Natürlich kann man die Anzahl der Stunden in unserem Beispiel kürzen, indem man die ein oder andere Leistung weglässt oder nicht ganz so akribisch durchführt. Das wiederum geht dann aber wieder zulasten der Website-Qualität.

Nimmt man nun den Stundenlohn von 50 € (was immer noch sehr günstig ist!) beträgt der Preis für eine professionelle Webseite mit etwa 10 Inhaltsseiten, inklusive SEO, individuellem Design und guter Usability also mindestens 3.250 €.

Laufende Kosten, Wartungskosten und Ausgaben für Marketing nicht vergessen!

Zu den Kosten für die Erstellung der Webseite kommen noch laufende Kosten für das Hosting dazu (ca. 5 – 10 € pro Monat) sowie Kosten für die regelmäßige Wartung der Webseite (ca. 50 – 150 €).

Außerdem solltest du auch noch Ausgaben für das nachfolgende Online Marketing mit einkalkulieren. Hierzu gehört beispielsweise die laufende SEO Betreuung, eine regelmäßige Newsletter-Kampagne oder die Verwaltung deiner Social Media Kanäle.

Um deine Webseite stets aktuell zu halten empfehlen wir außerdem, sie regelmäßig mit neuem Content zu füllen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Blog. Möchtest du einen professionellen Texter mit dem Erstellen deiner Blogartikel beauftragen, dann kommen noch einmal ca. 100 – 200 € pro Artikel an Ausgaben hinzu.

Wie kommen die großen Unterschiede bei den Webdesign Preisen zustande?

Bei der Recherche nach verschiedenen Webdesign Angeboten fällt schnell auf, dass es sowohl Freelancer als auch große Agenturen gibt. Hier sind die Preisunterschiede entsprechend teilweise gewaltig. Freelancer haben deutlich weniger Fixkosten als Inhaber einer großen Werbeagentur. Bei einer Agentur wollen schließlich zahlreiche Mitarbeiter bezahlt werden genauso wie die Räumlichkeiten inklusive diverser Nebenkosten. Wie bei allen Firmen werden diese Kosten „versteckt“ auf den Kunden übertragen. Das kann einen Preisunterschied von mehreren tausend Euro ausmachen!

Bei einer Agentur fühlen sich dafür vor allem Kunden mit größerem Projektumfang besser aufgehoben. Sollte ein Mitarbeiter krank werden oder im Urlaub sein, kann ein Kollege oder eine Kollegin das Projekt in der Zeit übernehmen. Außerdem können Aufgaben in einer Agentur besser an die jeweilige Person mit entsprechenden Fachkenntnissen delegiert werden. Ein einzelner Freelancer kann schlichtweg nicht über dasselbe umfangreiche Know-How verfügen wie eine Agentur mit zwanzig Mitarbeitern.

Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass ich Freelancer kenne, die für weniger Geld deutlich bessere Qualität abliefern als so manche Agentur. Ich kenne einige Agenturen die ihre Kunden regelrecht wie am Fließband abfertigen. Da werden fertige Templates genommen und dem Kunden letztendlich ein fünfstelliger Betrag für einen Aufwand von wenigen Stunden in Rechnung gestellt. Die Arbeit einer Agentur und der damit deutlich höhere Preis sind also leider nicht immer gerechtfertigt. Vor allem Laien sollten sich hier eingehend beraten lassen und am besten jemanden hinzuziehen, der zumindest etwas Ahnung auf dem Gebiet hat.

Fairerweise muss man sagen, dass es genauso auch Freelancer gibt, die „irgenwdann“ mal eine Webseite erstellt haben und ihre Dienstleistung jetzt als „professionelles Webdesign“ verkaufen. Hier sollte man einen genauen Blick auf die Webseite des Freelancers und dessen Referenzen werfen. Klar, Geschmäcker sind unterschiedlich. Design folgt aber gewissen Regeln und sollte immer ein harmonisches Gesamtkonzept bieten. Fühlst du dich auf der Webseite eines Freelancers nicht wohl und gefallen dir auch seine Referenzen nicht wirklich, dann solltest du dich nicht von einem günstigen Preis locken lassen.

Webdesign Kosten: Baukasten oder individuelle Lösung?

So eine Webseite hat man doch in ein paar Stunden zusammen geklickt. Oder nicht? Das zumindest suggerieren Werbespots von Squarespace, Strato und 1&1. Und das alles für nur wenige Euro im Monat!

Ja, man kann mit einem Baukasten durchaus eine Webseite erstellen. Das Problem an diesen Webseiten ist, dass sie nur ein Design von der Stange haben und zudem meist nutzerunfreundlich sind. Schon ein kleiner Änderungswunsch, der von der Vorlage abweicht, kann aufgrund der technischen Einschränkung von Baukasten-Systemen schnell frustrierend werden. Von den Anforderungen, die eine Webseite für ein gutes Google Ranking erfüllen muss, wollen wir gar nicht erst anfangen. Kein Wunder also, dass Baukasten-Webseiten bei Google auf den ersten Plätzen so gut wie gar nicht vertreten sind.

Mit einem Webdesign von der Stange hast du also eine Webseite, die „einfach nur im Internet“ ist und dir bis auf ihre reine Existenz nichts zu bieten hat. Keine Neukunden, keine Verkäufe, keine Besucher. Solche Seiten dümpeln nicht selten ewig in den Weiten des Internets vor sich hin, bis sie irgendwann technisch wieder vollkommen veraltet sind und überhaupt nicht mehr funktionieren.

Eine professionelle Webseite sollte nutzerfreundlich sein und eine gute Sichtbarkeit bei Google haben, damit du Neukunden und Verkäufe über sie generierst. Sie sollte dein bester Verkäufer sein, der 24/7 für dich arbeitet, mehrere Kunden gleichzeitig betreut, nie krank ist und nie Urlaub braucht. Eine gute Webseite sollte stets als Investition betrachtet werden, die das Wachstum deines Unternehmens fördert und deine Markenpräsenz steigert.

Eine individuelle Lösung kann also je nach Umfang durchaus mehrere tausend Euro kosten. Wenn sie dir aber das Dreifache an Umsatz einbringt, sind ein paar tausend Euro kostengünstiger, als fünf Euro im Monat, die sich im Endeffekt weder auf deinen Gewinn noch auf dein Unternehmensimage positiv auswirken.

 

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