WordPress Website erstellen: Kosten, Freelancer & Wartung im Überblick

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Einleitung: Was ist WordPress?

Wenn du dich schon einmal mit dem Thema Website erstellen beschäftigt hast, bist du früher oder später zwangsläufig auf WordPress gestoßen. Und das hat einen einfachen Grund: Ein großer Teil aller Websites weltweit läuft mit genau diesem System.

WordPress ist ein sogenanntes Content-Management-System (CMS). Klingt im ersten Moment komplizierter, als es ist.

Im Grunde bedeutet das einfach: Du kannst mit WordPress eine Website erstellen und verwalten, ohne jede einzelne Zeile Code selbst schreiben zu müssen. Texte, Bilder, Seitenstrukturen – all das kannst du über eine Benutzeroberfläche steuern, die auch für Einsteiger intuitiv erlernbar ist.

Ursprünglich wurde WordPress mal als reine Blogging-Plattform entwickelt. Heute kannst du damit aber so ziemlich alles umsetzen:

  • klassische Unternehmenswebsites
  • Online-Shops
  • Blogs
  • Landingpages
  • Mitgliederbereiche

Und genau diese Flexibilität ist einer der Hauptgründe, warum sich WordPress über die Jahre so extrem durchgesetzt hat.

Aber was steckt eigentlich dahinter? Ist WordPress wirklich so einfach, wie viele behaupten? Und lohnt es sich, sich damit selbst auseinanderzusetzen oder sollte man lieber direkt mit einem Profi arbeiten?

Dieser Artikel richtet sich vor allem an:

  • Selbstständige und Unternehmen, die eine Website erstellen wollen
  • Personen, die bereits eine WordPress-Seite haben, aber unsicher sind, ob sie alles richtig machen
  • Einsteiger, die verstehen wollen, wie WordPress wirklich funktioniert (ohne Marketing-Blabla)

WordPress.org vs. WordPress.com – ein Unterschied, den viele nicht kennen

Ein Punkt, der gerade am Anfang immer wieder für Verwirrung sorgt, ist der Unterschied zwischen WordPress.org und WordPress.com.

Viele werfen das in einen Topf – dabei sind das zwei komplett unterschiedliche Ansätze.

WordPress.org (die „echte“ WordPress-Version):

  • Du lädst dir WordPress kostenlos herunter
  • Du brauchst eigenes Hosting und eine Domain
  • Du hast die volle Kontrolle über deine Website
  • Du kannst Plugins und Themes frei installieren

Das ist die Variante, mit der die meisten professionellen Websites umgesetzt werden.

WordPress.com (die abgespeckte Variante):

  • Hosting ist bereits enthalten
  • Du kannst direkt loslegen
  • Viele Funktionen sind eingeschränkt
  • Erweiterungen oft nur mit kostenpflichtigen Tarifen möglich

Für absolute Einsteiger kann WordPress.com am Anfang ganz nett sein. Sobald du aber ernsthaft mit deiner Website arbeiten willst – sei es für dein Business oder für SEO – stößt du hier relativ schnell an Grenzen.

Deswegen arbeite ich persönlich ausschließlich mit WordPress.org.

Vorteile von WordPress

Es gibt inzwischen unzählige Baukastensysteme und CMS am Markt. Wix, Squarespace, Shopify, Webflow – die Auswahl ist riesig. Trotzdem entscheiden sich nach wie vor die meisten für WordPress. Warum?

Ganz einfach: WordPress bringt einige Vorteile mit, die andere Systeme entweder gar nicht oder nur eingeschränkt bieten.

Flexibilität – vom kleinen Blog bis zur großen Unternehmenswebsite

Mit WordPress bist du nicht in einem geschlossenen System gefangen, wie es bei vielen Baukastensystemen der Fall ist. Du kannst Themes und Plugins frei wählen und deine Website jederzeit erweitern. Einer der größten Vorteile von WordPress ist somit ganz klar die Flexibilität.

Mit WordPress kannst du eine simple Website mit ein paar Unterseiten bauen. Du kannst damit aber genauso gut einen Blog, ein Magazin, einen Online-Shop, eine Buchungsplattform oder eine komplexere Unternehmensseite umsetzen. Genau das macht WordPress für so viele Menschen interessant. Wenn dein Business wächst, kann deine Website im besten Fall einfach mitwachsen.

Das ist in der Praxis ein riesiger Vorteil. Denn viele starten erst einmal klein und merken dann mit der Zeit, dass sie zusätzliche Funktionen brauchen. Mit WordPress ist das möglich. Und zwar, ohne dass du deine komplette Website direkt neu aufbauen musst.

SEO-Freundlichkeit – gute Grundlage für Sichtbarkeit bei Google

Ein weiterer Grund, warum WordPress so beliebt ist: Das System bietet eine wirklich gute Basis für Suchmaschinenoptimierung.

Ich formuliere es aber bewusst so: eine gute Basis.

Denn viele reden so, als würde eine WordPress-Seite automatisch bei Google ranken. Das ist natürlich Unsinn. Nur weil du WordPress nutzt, landest du noch lange nicht auf Seite 1.

Was aber stimmt: WordPress bietet dir technisch viele Möglichkeiten, um deine Website sauber für Suchmaschinen aufzusetzen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • suchmaschinenfreundliche URLs
  • eine klare Seitenstruktur
  • gute Möglichkeiten für interne Verlinkung
  • Plugins für Meta-Titel, Beschreibungen und Indexierung
  • eine solide Grundlage für Blogartikel und Landingpages

Gerade wenn du langfristig organisch Besucher gewinnen möchtest, ist WordPress deshalb eine sehr gute Wahl.

Natürlich musst du dich trotzdem mit Themen wie Keywordrecherche, Pagespeed Optimierung, Usability und guten Inhalten beschäftigen. Aber das musst du bei jedem anderen System im Grunde auch.

Große Community – Hilfe für fast jedes Problem

Ein Vorteil, der oft unterschätzt wird, ist die riesige Community hinter WordPress.

Da WordPress weltweit von so vielen Menschen genutzt wird, gibt es für fast jedes Problem bereits irgendwo eine Lösung. Tutorials, Foren, Videos, Dokumentationen, Entwickler, Agenturen, Freelancer – das Angebot ist enorm. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn du mal nicht weiterkommst.

Bei kleinen oder weniger verbreiteten Systemen hast du oft das Problem, dass du zu einer konkreten Frage kaum brauchbare Informationen findest. Bei WordPress sieht das anders aus. Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich hoch, dass jemand vor dir exakt dasselbe Problem hatte.

Auch wenn du dir Unterstützung holen möchtest, bist du mit WordPress meist deutlich flexibler aufgestellt. Du bist nicht von einem einzigen Anbieter abhängig, sondern kannst dir relativ frei Hilfe suchen. Das ist gerade für Unternehmen wichtig. Denn nichts ist unangenehmer, als an einem System festzuhängen, bei dem sich am Ende kaum jemand auskennt.

Plugins und Themes – viele Funktionen ohne komplette Neuentwicklung

Ein weiterer großer Pluspunkt sind die vielen verfügbaren Plugins und Themes.

Themes bestimmen das Design deiner Website.
Plugins erweitern die Funktionen.

Das klingt erstmal unspektakulär, ist in der Praxis aber extrem hilfreich. Denn dadurch musst du nicht jede Funktion individuell programmieren lassen.

Du kannst zum Beispiel Plugins nutzen für:

  • SEO
  • Sicherheit
  • Backups
  • Formulare
  • Cookie-Banner
  • Performance-Optimierung
  • Shopsysteme

Und auch beim Design gibt es unzählige Themes, die als Grundlage für eine Website dienen können.

Das spart Zeit und oft auch Geld.

Aber ich möchte an der Stelle ganz bewusst noch etwas Wichtiges sagen:
Nur weil es viele Plugins gibt, solltest du nicht wahllos alles installieren, was dir über den Weg läuft.

Genau das ist nämlich ein Fehler, den ich immer wieder sehe. Dann landen 25 Plugins auf einer Website, von denen die Hälfte veraltet ist, sich gegenseitig in die Quere kommt oder die Ladezeit massiv verschlechtert.

Mehr Plugins bedeuten nicht automatisch mehr Qualität. Man sollte also schon wissen, was man da tut.

WordPress ist zukunftssicher

WordPress ist langfristig sicher aufgestellt, weil es kontinuierlich weiterentwickelt wird. Da es das meistgenutzte CMS ist, sind weltweit natürlich sehr viele Menschen daran interessiert, dass das auch so bleibt.

Du setzt also nicht auf irgendein Nischen-Tool, das morgen vom Markt verschwindet, sondern auf ein System, das sich seit Jahren bewährt hat.

Kleine Vergleichsübersicht: WordPress vs. andere CMS

Damit du ein besseres Gefühl dafür bekommst, wo WordPress im Vergleich steht, hier eine kleine vereinfachte Übersicht:

System Flexibilität SEO-Möglichkeiten Erweiterbarkeit Für Einsteiger geeignet
WordPress sehr hoch sehr gut sehr hoch ja, mit Einarbeitung
Wix eher begrenzt okay begrenzt ja
Shopify gut für Shops gut mittel ja
Joomla hoch gut hoch eher weniger
Typo3 sehr hoch gut hoch eher für Fortgeschrittene

Natürlich hat jedes System seine Berechtigung. Es kommt immer darauf an, was du vorhast.

Wenn du aber eine Lösung suchst, die flexibel, weit verbreitet und grundsätzlich auch für SEO sehr gut geeignet ist, dann ist WordPress in vielen Fällen schlichtweg die naheliegendste Wahl.

WordPress Website erstellen (Schritt-für-Schritt Überblick)

Wenn du mit WordPress starten willst, wirkt das Ganze am Anfang oft komplizierter, als es eigentlich ist.

Gleichzeitig machen viele genau hier die ersten Fehler. Es wird schnell irgendein Hosting gebucht, ein Theme installiert und ein bisschen herumgeklickt – und am Ende wundert man sich, warum die Website nicht so aussieht oder funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat.

Damit dir das nicht passiert, bekommst du hier einen einfachen Überblick über die wichtigsten Schritte.

Domain & Hosting – die Grundlage deiner Website

Bevor du überhaupt mit WordPress arbeiten kannst, brauchst du zwei Dinge:

  • eine Domain (also deine Webadresse, z. B. deinewebsite.de)
  • ein Hosting (der Server, auf dem deine Website sozusagen gespeichert ist)

Domain und Hosting bekommst du meistens beim selben Anbieter. Ich empfehle All Inkl. Der Support ist ausgesprochen gut und die Server laufen in der Regel recht stabil. Für kleinere Webseiten eignen sich die Pakete Privat oder Privat+ besonders gut.

Aber auch andere Hosting-Anbieter wie Strato oder Host Europe sind absolut in Ordnung.

Installation – schneller erledigt als viele denken

Die eigentliche WordPress-Installation ist heute in den meisten Fällen kein Hexenwerk mehr.

Viele Hosting-Anbieter bieten eine sogenannte „1-Klick-Installation“ an. Das bedeutet: Du klickst ein paar Mal, legst deine Zugangsdaten fest – und WordPress läuft.

Was viele unterschätzen:
Die Installation ist der einfachste Teil im ganzen Prozess.

Die eigentliche Arbeit beginnt erst danach.

Theme auswählen – Design ist nicht gleich gutes Webdesign

Nach der Installation brauchst du ein Theme. Das bestimmt, wie deine Website aussieht. Es gibt kostenlose Themes und kostenpflichtige Themes. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass du dir ein komplett eigenes Theme programmierst (oder programmieren lässt).

Bei der Auswahl eines Themes machen viele den nächsten typischen Fehler: Sie suchen sich einfach irgendein Theme aus, das auf den ersten Blick gut aussieht.

Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Das ist keine gute Strategie.

Viele Themes sind mit gefühlt 100 Funktionen überladen, die du am Ende gar nicht brauchst. Das Problem: Die Scripte werden im Hintergrund oft trotzdem geladen, was sich negativ auf die Performance deiner Website auswirkt. Zudem bedeuten mehr Funktionen auch mehr Sicherheitsrisiken.

Außerdem gibt es inzwischen viele Theme-Entwickler, die eigene sogenannte Page Builder nutzen. Page Builder sind an sich eine super Sache, denn sie erleichtern dir die Erstellung deiner Webseite ohne Programmierkenntnisse. Du solltest allerdings unbedingt darauf achten, dass das Theme bekannte Page Builder wie WP Bakery oder Elementor nutzt. Andere Page Builder sind oft unflexibel oder führen später zu Problemen. Auch der Divi Page Builder wird oft für Anfänger empfohlen. Ich muss allerdings sagen, dass die Arbeit mit Divi oft ein absoluter Krampf ist und ich es meinen Kunden nicht empfehle. Für Anfänger mag Divi eine gute Basis sein, aber nach meiner Erfahrung ist es im Vergleich zu Elementor oder WPBakery deutlich unflexibler.

Ein gutes Theme sollte:

  • sauber programmiert sein
  • regelmäßig Updates bekommen
  • schnell laden
  • flexibel anpassbar sein

Was du vermeiden solltest:

  • überladene Themes mit 100 Funktionen, die du nie brauchst
  • schlecht bewertete oder veraltete Themes
  • „Billiglösungen“, die langfristig mehr Probleme als Nutzen bringen

Design ist wichtig – keine Frage. Aber ein schönes Layout bringt dir nichts, wenn die Seite langsam ist oder technisch nicht sauber läuft.

Plugins installieren – sinnvoll erweitern statt überladen

Sobald dein Theme steht, geht es an die Plugins. Auch hier gibt es kostenlose und kostenpflichtige Plugins. Kostenlose Plugins kannst du direkt über das WordPress Backend suchen, herunterladen und installieren. Einen Großteil an kostenpflichtigen Plugins findest du auf Codecanyon.

Plugins erweitern deine Website um Funktionen. Zum Beispiel:

  • Kontaktformulare
  • SEO-Einstellungen
  • Sicherheitsfunktionen
  • Backups
  • Performance-Optimierung

Hier gilt ganz klar: Weniger ist mehr.

Viele Einsteiger installieren einfach alles, was sie irgendwo empfohlen bekommen. Das Ergebnis:

  • lange Ladezeiten
  • Konflikte zwischen Plugins oder mit dem Theme
  • Sicherheitsprobleme

Beschränke dich lieber auf die Plugins, die du wirklich brauchst, und achte darauf, dass sie regelmäßig gepflegt werden.

Einige Plugins, die ich auf meinen WordPress-Seiten so gut wie immer installiere:

Inhalte erstellen – der wichtigste Teil (wird oft unterschätzt)

Jetzt kommt der Punkt, der am Ende über Erfolg oder Misserfolg deiner Website entscheidet: der Inhalt.

Und genau hier wird am meisten geschlampt.

Viele investieren Stunden in Design und Technik – und schreiben dann Texte, die lieblos, oberflächlich oder komplett austauschbar sind. Wenn du bei Suchmaschinen gefunden werden möchtest,  solltest du hier besonders viel Wert drauf legen.

Achte auf:

  • klare Struktur deiner Seiten
  • verständliche und saubere Texte
  • echten Mehrwert für deine Besucher
  • sinnvolle Call-to-Actions

Sicherheit & Wartung bei WordPress

Viele kümmern sich mit viel Motivation um den Start ihrer Website, aber kaum jemand denkt an das, was danach kommt. Die Seite ist online, alles funktioniert und damit ist das Thema für viele erstmal erledigt. Genau das ist bei WordPress allerdings ein Fehler.

Denn eine Website ist kein Flyer, den du einmal gestaltest und dann für die nächsten fünf Jahre in Ruhe lässt. WordPress ist ein System, das regelmäßig gepflegt werden muss. Wenn du das ignorierst, riskierst du früher oder später Probleme. Technisch, sicherheitstechnisch und im schlimmsten Fall auch finanziell.

Warum WordPress Wartung so wichtig ist

WordPress besteht nicht nur aus ein paar Seiten und Bildern. Im Hintergrund laufen das System selbst, dein Theme und meistens noch mehrere Plugins. Und all diese Bestandteile müssen gepflegt werden.

Wird die Wartung über längere Zeit vernachlässigt, können ganz typische Probleme entstehen:

  • Sicherheitslücken
  • Darstellungsfehler
  • Funktionsstörungen
  • Ausfälle nach veralteten Erweiterungen

Ich sehe es in der Praxis immer wieder: Websites wurden irgendwann einmal erstellt, danach hat sich monatelang oder sogar jahrelang niemand mehr darum gekümmert und plötzlich ist die Seite gehackt, das Kontaktformular funktioniert nicht mehr oder es treten nach irgendeinem Server-Update Fehler auf.

Das Bittere daran: Viele dieser Probleme wären mit etwas laufender Pflege vermeidbar gewesen.

Updates – Core, Plugins und Themes regelmäßig prüfen

Ein zentraler Bestandteil der Wartung sind Updates.

Folgende Updates solltest du regelmäßig durchführen (lassen):

  • WordPress
  • installierte Plugins
  • das aktive Theme
  • PHP (über deinen Hoster)

Updates schließen häufig Sicherheitslücken, beheben Fehler oder sorgen dafür, dass alles weiterhin sauber miteinander funktioniert. Trotzdem klicken viele Updates entweder blind durch oder ignorieren sie komplett.

Beides ist keine gute Idee.

Einfach alles ungeprüft zu aktualisieren, kann gerade bei größeren Websites Probleme verursachen. Gar nicht zu aktualisieren, ist aber langfristig mindestens genauso riskant.

Deshalb sollten Updates immer mit etwas Sorgfalt durchgeführt werden. Im besten Fall prüfst du vorher, ob die Website sauber gesichert ist und kontrollierst nach dem Update, ob alles weiterhin funktioniert.

Backups – dein Sicherheitsnetz für den Ernstfall

Backups gehören zu den Dingen, die viele erst dann ernst nehmen, wenn es bereits zu spät ist.

Solange alles läuft, denkt kaum jemand darüber nach. Wenn die Website aber plötzlich beschädigt ist, gehackt wurde oder nach einem Fehler nicht mehr erreichbar ist, wird es ohne Backup schnell ungemütlich. Ein sauberes Backup sorgt dafür, dass du deine Website im Notfall wiederherstellen kannst. Und zwar nicht irgendwann vielleicht, sondern im Idealfall schnell und ohne völlige Panik.

Wichtig ist dabei:

  • Backups sollten regelmäßig erstellt werden
  • sie sollten nicht nur auf dem Server selbst liegen
  • man sollte im Zweifel auch wissen, wie man sie wieder einspielt

Denn auch das ist ein häufiger Fehler: Es gibt zwar irgendwo ein Backup-Plugin, aber niemand hat je geprüft, ob die Sicherung im Ernstfall überhaupt brauchbar ist.

Sicherheitsplugins – sinnvoll, aber kein Freifahrtschein

Natürlich gibt es auch für das Thema Sicherheit verschiedene Plugins, die deine WordPress Website zusätzlich absichern können.

Solche Plugins können zum Beispiel helfen bei:

  • Login-Schutz
  • Erkennung verdächtiger Zugriffe
  • Firewall-Funktionen
  • Malware-Scans

Das kann absolut sinnvoll sein. Man sollte sich nur nichts vormachen: Ein Sicherheitsplugin alleine macht aus einer schlecht gepflegten Website keine sichere Website.

Wenn veraltete Plugins installiert sind, schlechte Passwörter genutzt werden oder sich niemand um die laufende Pflege kümmert, dann löst auch das beste Sicherheitsplugin das Grundproblem nicht. Sicherheit ist kein einzelnes Plugin, sondern ein Zusammenspiel aus sauberer Technik, regelmäßiger Wartung und einem vernünftigen Blick auf mögliche Risiken.

Viele unterschätzen den laufenden Aufwand

Gerade kleinere Unternehmen oder Selbstständige denken oft: „So viel kann an meiner Website doch gar nicht passieren.“

Doch genau diese Seiten werden häufig vernachlässigt, weil im Alltag einfach andere Dinge wichtiger sind. Kunden, Projekte, Termine, Buchhaltung – da rutscht die Website schnell ans Ende der To-do-Liste.

Das ist auch völlig nachvollziehbar.

Die Folge ist nur leider oft, dass sich kleine technische Baustellen über Monate ansammeln, bis irgendwann ein echter Schaden entsteht. Wenn deine Website geschäftlich relevant ist, solltest du das Thema Wartung auf keinen Fall nebenbei behandeln. Dafür hängt im Zweifel einfach zu viel daran.

Für Unternehmen lohnt sich oft ein professioneller WordPress Support, um Sicherheit und Updates dauerhaft zu gewährleisten.

Wann lohnt sich ein WordPress Freelancer?

Viele starten mit WordPress, weil sie gehört haben, dass man damit „einfach selbst eine Website erstellen kann“. Und ja, das stimmt grundsätzlich auch.

Die Frage ist nur: Ist „selbst machen“ in deinem Fall wirklich die beste Lösung?

Denn zwischen einer Website, die irgendwie funktioniert, und einer Website, die tatsächlich Ergebnisse bringt, liegt oft ein ziemlich großer Unterschied.

DIY vs. Profi – was macht wirklich Sinn?

Ob du deine Website selbst umsetzt oder dir Unterstützung holst, hängt vor allem von zwei Faktoren ab:

  • deinem Know-how
  • deiner verfügbaren Zeit

Wenn du Spaß daran hast, dich in neue Themen einzuarbeiten und bereit bist, dich intensiv damit zu beschäftigen, kannst du dir vieles selbst aneignen. Wenn du allerdings nebenbei noch dein eigentliches Business führst, sieht die Realität oft anders aus.

Dann passiert meist Folgendes:

  • die Website wird „irgendwann mal“ angefangen
  • Dinge werden halb fertig gelassen
  • technische Probleme werden aufgeschoben
  • Inhalte bleiben liegen

Und genau so entstehen die typischen halbfertigen Websites, die weder optisch noch technisch wirklich überzeugen.

Ein erfahrener WordPress Freelancer kann dir an dieser Stelle nicht nur Arbeit abnehmen, sondern vor allem dafür sorgen, dass die Dinge von Anfang an sauber umgesetzt werden.

Typische Szenarien, in denen ein Freelancer sinnvoll ist

Es gibt bestimmte Situationen, in denen es aus meiner Sicht absolut sinnvoll ist, sich Unterstützung zu holen.

Website erstellen lassen

Wenn du gerade erst startest und deine Website direkt professionell aufsetzen willst, kann ein Freelancer dir viel Zeit und Nerven sparen. Statt dich durch Tutorials zu kämpfen und Fehler zu machen, bekommst du eine saubere Grundlage, auf der du später aufbauen kannst.

Gerade wenn deine Website ein wichtiger Bestandteil deines Geschäftsmodells ist, solltest du diesen Schritt nicht unterschätzen.

Relaunch einer bestehenden Website

Viele Websites wurden irgendwann einmal erstellt und seitdem immer wieder „weitergebastelt“.

Das Ergebnis:

  • veraltetes Design
  • unübersichtliche Struktur
  • technische Altlasten

Ein Webdesign Relaunch bedeutet nicht nur ein neues Design, sondern oft auch eine komplette Überarbeitung der Inhalte und der Struktur. Das ist deutlich aufwendiger, als viele denken – und genau hier macht es Sinn, jemanden mit Erfahrung an Bord zu haben.

Performance-Probleme

Wenn deine Website langsam ist oder nicht richtig funktioniert, kann das verschiedene Ursachen haben. Und genau das ist das Problem: Man weiß oft gar nicht, wo man anfangen soll.

  • Ist es das Hosting?
  • Sind es Plugins?
  • Liegt es am Theme?

Ein erfahrener Freelancer erkennt solche Probleme in der Regel deutlich schneller und kann gezielt daran arbeiten, statt im Blindflug irgendwelche Dinge auszuprobieren.

Individuelle Funktionen

Sobald du über Standardlösungen hinausgehst, wird es technisch.

Zum Beispiel:

  • spezielle Formulare
  • individuelle Layouts
  • Schnittstellen zu anderen Tools
  • besondere Funktionen für deine Nutzer

Spätestens hier kommst du mit „ein bisschen herumklicken“ meistens nicht mehr weiter. Und genau an diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen.

Zeit ist oft der entscheidende Faktor

Ein Punkt, den viele unterschätzen: Zeit.

Natürlich kannst du dir vieles selbst beibringen. Die Frage ist nur, ob das in deinem Fall sinnvoll ist. Wenn du mehrere Tage oder Wochen in Dinge investierst, die ein Profi in wenigen Stunden erledigt, ist das am Ende oft die teurere Lösung – auch wenn du kein Geld ausgegeben hast.

Gerade wenn deine Website dazu dient, Kunden zu gewinnen oder Umsätze zu generieren, solltest du dir gut überlegen, wo du deine Zeit investierst.

Nicht jeder braucht sofort einen Freelancer

Ich will hier ganz bewusst nicht sagen, dass du unbedingt einen Freelancer brauchst. Es gibt viele Fälle, in denen es absolut sinnvoll ist, Dinge selbst zu machen – vor allem am Anfang.

Wichtig ist nur, dass du ehrlich einschätzt:

  • Was kann ich selbst umsetzen?
  • Wo verliere ich unnötig Zeit?
  • Ab welchem Punkt wird es ineffizient?

Sobald du merkst, dass du dich im Kreis drehst oder immer wieder an denselben Stellen hängen bleibst, kann es sinnvoll sein, sich Unterstützung zu holen.

Und genau dafür sind Freelancer da.

Kosten einer WordPress Website

Eine der häufigsten Fragen überhaupt: „Was kostet eine WordPress Website?“

Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an.

Denn zwischen „ich baue mir selbst eine kleine Seite“ und „professionelle Website erstellen lassen“ liegen nicht nur ein paar Euro Unterschied, sondern oft mehrere tausend.

DIY vs. Freelancer vs. Agentur – die Unterschiede

Grundsätzlich hast du drei Möglichkeiten:

1. DIY (selbst machen)

Die günstigste Variante auf dem Papier.

Du zahlst im Grunde nur für:

  • Domain & Hosting
  • eventuell ein Premium-Theme
  • eventuell einzelne Plugins

Das kann insgesamt im Jahr relativ überschaubar bleiben.

Der Haken: Du investierst dafür deine Zeit. Und je nachdem, wie tief du dich einarbeitest, kann das schnell mehr Aufwand werden, als du ursprünglich gedacht hast.

Viele meiner Kunden kamen zu mir, weil sie urpsrünglich selbst ihre Webseite erstellen wollten und an ihre Grenzen gestoßen sind.

2. Zusammenarbeit mit einem Freelancer

Ein Mittelweg zwischen „alles selbst machen“ und „Agentur beauftragen“.

Ein erfahrener WordPress Freelancer arbeitet meist deutlich individueller und flexibler als eine Agentur und oft auch zu einem faireren Preis.

Typische Kosten hängen stark vom Projekt ab, aber grob gesagt:

  • kleinere Websites: niedriger vierstelliger Bereich, meist zwischen 1000 und 3000 Euro
  • größere Projekte: entsprechend mehr, meist ab 3000 Euro und nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt
  • Onlineshops: in der Regel ab etwa 5000 Euro

Der Vorteil:

  • direkte Kommunikation
  • weniger Overhead
  • oft schnellere Umsetzung

3. Agentur

Die teuerste Variante.

Dafür bekommst du in der Regel:

  • ein komplettes Team
  • strukturierte Prozesse
  • oft größere Projekte aus einer Hand

Das kann sinnvoll sein, vor allem bei größeren Unternehmen oder komplexeren Anforderungen. Für viele kleinere Unternehmen oder Selbstständige ist eine Agentur allerdings schlichtweg zu teuer und oft auch nicht notwendig. Die Preise bei Agenturen für kleine Webseiten fangen meist ab 5000 Euro an. Die meisten Agenturen fordern weitaus höhere Preise im fünfstelligen Bereich.

Laufende Kosten – das unterschätzen viele

Was viele komplett ausblenden: Die Kosten hören nach dem Erstellen der Website nicht auf. Es gibt laufende Ausgaben, die du einplanen solltest.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Hosting (zwischen 5 und 20 Euro pro Monat)
  • Domain (je nach Anbieter ca. 10 Euro pro Jahr)
  • Premium-Plugins oder Tools (je nach Anzahl etwa 50-300 Euro pro Jahr)
  • regelmäßige Wartung (je nach Umfang der Webseite zwischen 100 – 300 Euro pro Monat)
  • ggf. Anpassungen oder Erweiterungen (je nach Aufwand zwischen mehreren hundert und tausend Euro)

Gerade das Thema Wartung wird häufig unterschätzt. Viele denken: „Die Seite steht ja jetzt, fertig.“

In der Realität fallen aber immer wieder kleine Dinge an:

  • Updates
  • technische Anpassungen
  • Fehlerbehebungen
  • Sicherheitschecks

Günstig vs. sinnvoll investieren

Natürlich ist es verlockend, möglichst wenig Geld auszugeben.

Das Problem ist nur: Eine günstige Website ist nicht automatisch eine gute Website.

Und eine schlechte Website kann dich im Zweifel deutlich mehr kosten – zum Beispiel durch:

  • ausbleibende Anfragen
  • schlechte Nutzererfahrung
  • technische Probleme

Man sollte also nicht nur auf den Preis schauen, sondern vor allem darauf, was man am Ende bekommt.

Viele sehen eine Website als einmalige Investition.

In Wirklichkeit ist sie eher ein laufendes Projekt. Du wirst früher oder später Dinge anpassen, erweitern oder verbessern wollen. Vielleicht kommen neue Inhalte dazu, vielleicht ändert sich dein Angebot, vielleicht möchtest du mehr aus deiner Website herausholen.

Wenn du das von Anfang an einplanst, ersparst du dir später viele unnötige Überraschungen.

In meinem Beitrag zum Thema Webdesign Kosten erkläre ich anschaulich, mit welchen Preisen du bei der Erstellung einer Webseite rechnen solltest.

Fazit: Lohnt sich WordPress – oder doch lieber eine andere Lösung?

WordPress ist ohne Frage eines der flexibelsten Systeme, wenn es um die Erstellung von Websites geht. Du kannst damit einfache Seiten umsetzen, aber auch komplexe Projekte realisieren. Genau das macht es für so viele interessant.

Gleichzeitig sollte man sich nichts vormachen: Nur weil WordPress viele Möglichkeiten bietet, bedeutet das noch lange nicht, dass automatisch eine gute Website entsteht.

Viele unterschätzen den Aufwand, der hinter einer wirklich funktionierenden Website steckt. Design, Technik, Inhalte, Wartung – all das spielt zusammen. Und genau hier trennt sich in der Praxis oft die Spreu vom Weizen.

Wenn du bereit bist, Zeit zu investieren und dich einzuarbeiten, kannst du dir mit WordPress vieles selbst aufbauen. Wenn deine Website allerdings ein wichtiger Bestandteil deines Geschäfts ist, solltest du dir gut überlegen, ob du wirklich alles alleine machen willst.

In vielen Fällen ist es sinnvoll, zumindest bei den wichtigen Themen Unterstützung zu holen – sei es bei der Erstellung oder bei der laufenden Betreuung.

Am Ende kommt es nicht darauf an, ob du alles selbst gemacht hast, sondern ob deine Website das erreicht, was sie soll: Besucher überzeugen, Anfragen generieren und dein Business sinnvoll unterstützen.

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